fantasiebrauchtdiewelt.

Fantasie braucht die Welt – nikswielos.

nikklein

Aufstehen. Smartphone checken – Facebook, Instagram, News. Nächster Anschlag. Oh. Schlimm. Okay. Frühstück. Weiter geht’s – der Alltag einer ganzen Generation.

Gab es nicht einmal Zeiten, in denen wir das Gefühl hatten, überall hinreisen zu können, ohne Angst vor Terrorismus haben zu müssen? Waren wir nicht einmal auf dem besten Wege eine Gesellschaft zu werden, in der die globale, soziale Vernetzung durch das Internet dazu genutzt wird von Sofa zu Sofa surfen zu können, anstatt Menschen gezielt dafür zu begeistern anderen Menschen zu schaden. Hatten nicht einmal alle diesen gewissen Yolo-Gedanken? Dieses : zusammen für eine Zukunft, in der wir unser Leben nebeneinander und miteinander genießen können – ganz nach dem Motto: Du lebst nur einmal.

Wahrscheinlich war all das ein Wunschgedanke, bloße Einbildung aufgrund mangelhaften Nachrichtenkonsums. Vielleicht war es aber auch einfach ein Teil meiner persönlichen Fantasie und Inhalt meiner schönsten Träume.

Fantasie. Träume. Wünsche – der Zauber unserer Kindheit –  meiner Kindheit…

Neben dem hölzernen Hochbett sind es vor allem die unendlich groß wirkenden Fenster, die mir in Erinnerung geblieben sind. Auch das riesige Micky Maus-Graffiti an der Wand gegenüber des Zimmereingangs – das Produkt eines Kreativausbruchs meines Papas – schießt mir sofort in den Kopf, wenn ich an meine ersten „eigenen vier Wände“ zurückdenke. Dort, wo ich begann meine Träume und Fantasien zu entwickeln. Meine eigenen vier Wände – nun ja, wenn ich ganz ehrlich bin fiel ich mit der Verbreitung des Gerüchts, dass es sich bei diesem Zimmer um mein eigenes handelte, schon damals hin und wieder gehörig auf meine verschnodderte Lausbuben-Nase. Seinen Kumpels und Kumpelinen regelmäßig erklären zu müssen, wie unglaublich es ist, gleich zwei Betten zu haben, mir Barbies gekauft zu haben, um sie mit Hilfe von selbst gebauten Fallschirmkonstruktionen vom Balkon fliegen zu lassen oder dass die eigene Schwester eine seltene Krankheit habe, die sie in dem Glauben ließe, das Zimmer gehöre zur Hälfte auch ihr, war auf Dauer ziemlich anstrengend.

Knock, knock, knock – klopfte es nervig oft an die Tür. „Alles in Ordnung bei dir?“ Nichts Besonderes. Die Chefin des Hauses wollte einfach nur wissen, was ich so trieb – was ich so anstellte. Ob ich eine weitere meiner Hosen mit Hilfe der dunkelblauen Basteline, einer dieser Bastelscheren mit abgerundeter Spitze, für den selbstdefinierten Coolness-Faktor zerschnitt oder mich eben an einer weiteren Barbie-Fallschirmkonstruktion versuchte um auch wirklich den letzten Funken Zorn aus dem „Hinterstübchen“ meiner älteren Schwester zu entlocken. Oftmals stand ich jedoch tatsächlich einfach nur da, vor den Tür ähnlichen Fenstern und träumte vor mich hin. Gar nicht so schwer, hatte ich das Glück von der einen Seite des besagten Zimmers auf ein Meer von Feldern blicken zu können. In den Momenten in denen ich so dastand vor einem der großen Fenster des Zimmers, die im Flugzeug sitzende Micky Maus an der Wand im Augenwinkel, kamen mir nicht selten Gedanken wie es wohl sein würde aufzubrechen.

Die Liebe zu Aussichtspunkten, meine Leidenschaft für Reisen an weit entfernte Orte, der Traum einer friedvollen Welt grenzenloser Möglichkeiten – all das entwickelte sich zu einer Zeit in der mein Schattenbild noch dem eines Pilzes glich, ein Ausflug ins Stadtzentrum einer Weltreise ähnelte und fremde Sprachen Wortgeflechte einer anderen Galaxie darstellten. Die zauberhafte Entwicklung der eigenen Fantasie – ein Geschenk. Ein Geschenk und zugleich die Fähigkeit eines jeden. Du und ich und ich und du. Wir alle waren einmal in der Lage zu träumen. Ob im eigenen Zimmer, in einem kurzen Moment der Stille während des Versteckspiels mit Freunden und Freundinnen oder der langen Reise in ein weitentferntes Land.  Wieso sollten wir es nicht wieder können?

Träumen allein hilft niemandem – ein Anfang ist es allemal.

Träume und Fantasien bewältigen weder die großen Aufgaben die vor einem stehen, noch geben sie einem die Möglichkeit Einfluss auf das Handeln anderer Menschen zu nehmen. Hin und wieder geben sie einem jedoch eine Idee davon wie es sein sollte, was zum glücklich sein nötig wäre und wie man sich verhalten muss, um es möglich zu machen.

Wir sollten wieder anfangen zu träumen, das Hier und Jetzt nicht als einen festgemeißelten Zustand betrachten. Wir alle sollten uns bei geschlossenen Augen wieder anfangen vorzustellen, wie wir sie haben wollen – unsere Welt. Erst dann können wir daran arbeiten sie, unser Leben und das unserer Mitmenschen zu verändern, zu verbessern und lebenswerter zu machen.

Ich bin mir sicher – Albträume mag niemand!

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